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Diakonie-Jahresfest in Korntal: Trotz Regens viel Zuspruch

Auch Korntals Bürgermeister Dr. Joachim Wolf (hier vlnr. mit BG-Vorsteher Klaus Andersen sowie den Geschäftsführeren Thomas Woschnitzok und Veit-Michael Glatzle) gehörte zu den Besuchern des Jahresfestes.

Sieben Einrichtungen feierten gemeinsam – Rapper „fil_da_elephant“ sprach Kindern und Jugendlichen aus der Seele

Kühle Temperaturen und regelmäßige Regenschauer hielten am Sonntag rund 2000 Besucher nicht davon ab, das Jahresfest der diakonischen Einrichtungen der Evangelischen Brüdergemeinde zu besuchen. Ein teilweise übervolles „Adler-Zügle“ brachte Kinder und Erwachsene zu den jeweiligen Stationen, die mit Essen und Trinken, Spiel und Spaß sowie mit einem Blick hinter die Kulissen diakonischer Arbeit auf ihre Gäste warteten. Im Altenzentrum, in den Jugendhilfeeinrichtungen Hoffmannhaus, Johannes-Kullen-Schule und Flattichhaus sowie im Kindergärten Gartenstraße und im Wilhelm-Götz-Kindergarten, in dessen Garten der Schulbauernhof Zukunftsfelder mit seinen Ziegen und einer Getreidestation zu Gast war, hatte man sich auf die Wetterkapriolen eingestellt und viele Angebote nach drinnen verlegt.

So machten es sich viele Festbesucher im „Café Bienenstich“ im Altenzentrum gemütlich. Außerdem konnte hier eine „Rollstuhl-Rallye“ absolviert werden. Unter den Carports und in der Werkstatt des Hoffmannhauses ließ es sich trocken sitzen und das vielfältige Angebot vom Grill und der Kuchentheke genießen. Der Kindegarten Gartenstraße hatte drinnen einen Sinnenparcours aufgebaut und auch im Flattichhaus fanden viele Gäste den Weg in die Gebäude, um dort die traditionellen Maultaschenvariationen zu genießen oder eine Führung durch eine Wohngruppe mitzumachen. Doch auch trotz der Witterung fanden die Action-Spiele unter freiem Himmel im Hoffmannhaus regen Zulauf von Kindern und Jugendlichen: Pumptrack-Fahrrad-Parcours, Ponyreiten, Kletterwand oder Rollenrutsche waren stets gut besucht. Für viele Gäste stellte sich heraus: Das Jahresfest ist auch oder gerade bei schlechtem Wetter eine echte Alternative, um einen erlebnisreichen Sonntag mit der ganzen Familie zu verbringen.

Eindrucksvoll und bewegend waren die Auftritte von Rapper „fil_da_elephant“, alias Philip Obrigewitsch und seinem Team im Festgottesdienst im Großen Saal sowie bei der Schlussveranstaltung in der Reithalle des Hoffmannhauses. Er erzählte von seinen traurigen Erfahrungen als Kind und wie er unter seinem gewalttätigen Vater gelitten hatte. Das habe ihn sogar mit Hass erfüllt und sein Vertrauen zu Menschen sehr negativ beeinflusst: „Meine Vaterbeziehung war nicht glücklich“, sagte er. Trotzdem habe er durch die Beziehung zu Jesus und durch das Lesen und Hinterfragen der Bibel dieses Bild korrigiert. Heute könne er Gott als seinen Vater annehmen, dem er vertrauen könne und der ihn bedingungslos liebt. Beim Verarbeiten seiner Erlebnisse half Obrigewitsch, der heue Mitarbeiter im CVJM Esslingen ist, der Sprechgesang. Viele Eindrücke hat er in seine Lieder gepackt. Und auch zu seinem Vater hat er mittlerweile wieder eine bessere Beziehung aufgebaut. Viele der rund 200 Zuhörer bei der Schlussveranstaltung waren Kinder und Jugendliche der Jugendhilfeeinrichtungen der Brüdergemeinde. Ihnen sprach der Rapper mit seinen Liedtexten aus der Seele. Denn sie wünschen sich nichts sehnlicher als eine intakte Familie.


Die Fotos vom Diakonie-Jahresfest 2012...